Systemische Qualitätsentwicklung im Kinderschutz zeichnet sich dadurch aus, dass in Ergänzung zu linearen und hierarchisch orientierten Verfahren, Komplexität und Multiperspektivität gesucht werden. 
In den letzten Jahren sind in der Jugendhilfe neue Arbeitsfelder entstanden. 

Insoweit erfahrene Fachkräfte Kinderschutz (SGBVIII § 8a/b) und Fachkräfte, welche angestellt sind mit dem Auftrag, die Qualitätsentwicklung und Vernetzung im Bereich Kinderschutz zu organisieren, brauchen hierfür spezifische Fortbildungen und in der Regel überregionalen fachlichen Austausch und Supervision, wenn hierfür Gruppenprozesse genutzt werden wollen.

 

Folgend eine Auswahl von Fortbildungen welche diesbezüglich in 2019 angefragt 

bzw. von mir durchgeführt wurden: 

 

Aus Erfahrungen Lernen im Kinderschutz

Systemische Fallanalysen in der Jugendhilfe 

Die Analysen problematischer Kinderschutzfälle haben gezeigt, dass es auch strukturelle Risiken sind, in denen sich Kinderschutzarbeit bewegt. Die fachkompetent angeleitete Betrachtung eines Falles, ermöglicht den gezielten Blick auf verschiedene Qualitätsebenen der Kinderschutzarbeit. 

In der Fortbildung erhalten Sie einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten von Fallanalysen im Kinderschutz. Anhand fachlicher Methodendiskussion entwickeln Sie ein Verstehen über die Grundlagen systemisch orientierter Fallanalysen und die Möglichkeiten, diese in ihrem Arbeitskontext umzusetzen. 
Verschiedene Qualitätsebenen und Fehlerrisiken im Kinderschutz werden vermittelt.

 

Die insoweit erfahrene Fachkraft Kinderschutz

Auswirkungen von Haltung, Auftrag und Kontextbedingungen auf die Qualität der Fachberatung nach §8a/b SGBVIII 
Seit der Einführung des neuen Arbeitsfeldes der  insoweit erfahrenen Fachkraft 
§ 8a/b SGBVIII gestalten sich die Anforderungen und Rahmenbedingungen für Fachkräfte, die in diesem Arbeitsfeld tätig sind, sehr unterschiedlich. Das Seminar richtet sich an Fachkräfte, welche einen Auftrag zur unabhängigen Fachberatung haben. In der Fortbildung reflektieren wir unsere jeweiligen Aufträge und Rahmenbedingungen und finden heraus, welchen Einfluss sie auf die Qualität unserer Fachberatungen haben. Durch den Blick über den eigenen institutionellen Tellerrand werden Möglichkeitsräumen erweitert. Durch angemessene Verunsicherung und fachspezifischen Austausch festigen wir unsere Beratungskompetenz und Handlungssicherheit und verstehen, welche Kontextbedingungen die Qualität unserer Arbeit absichern.

 

Fortbildung für Kinderschutzkoordinatoren*innen:
Qualitätsentwicklung im Kinderschutz durch dialogische Prozesse
Schwerpunkt: Fallwerkstatt

Ziel der Fortbildung ist es, als Ergänzung zu den gängigen Verfahren im Kinderschutz Methoden kennen zu lernen, welche den Schwerpunkt auf dialogisches Fallverstehen legen. 
Im ersten Teil wird die Methode des Dialogs und die Bedeutung einer sicheren Rahmung erläutert sowie die mehrperspektivische dialogische Fallbetrachtung im Rahmen einer Fallwerkstatt theoretisch beschrieben.
Im zweiten Teil der Fortbildung wird anhand eines Beispielfalles, welcher von der Gruppe eingebracht wird, die Vorbereitung einer Fallwerkstatt praxisnah und exemplarisch durchgespielt.

 

Fortbildung für Kinderschutzkoordinatoren*innen:
Qualitätsentwicklung durch systemisch - dialogische Fallanalysen im Kinderschutz 

Vorstellung verschiedener Methoden für Fallanalysen im Kinderschutz

Bedingungen für gute Ergebnisse von Fallanalysen aus systemischer Sicht

Chancen und Herausforderungen für die Etablierung systemischer Fallanalysen 

 

Fortbildung für ASD Fachkräfte eines Jugendamtes:
Wie definieren wir Qualität in unserer Kinderschutzarbeit?

Welche Methoden der Fallreflexion wollen wir in unserem Jugendamt anwenden, um aus Erfahrungen zu Lernen?
Etablierung einer konstruktiven Fehlerkultur – oder: wie finden wir die Löcher in unserem Käse? Vermeidbare und unvermeidbare Fehler

 

Der Unterschied, der den Unterschied macht
Systemische Haltung und Methoden in Ergänzung zu marktorientiertem und linearen Wirken in der Kinderschutzarbeit.

 

Beteiligung von Familien an der Reflexion von Fallverläufen – Chance oder Überforderung? 

Als „private“ Experten für ihre jeweiligen Familien und durch die Kraft familiärer Bindungen, sind Eltern, Kinder und Jugendliche nach wie vor die wichtigsten Kooperationspartner von Fachkräften, die in und mit Familien arbeiten, in denen es Sorge um das Wohl eines oder mehrerer Kinder gibt. 
In der Fortbildung stellen wir uns die Frage, welche Vorannahmen, Haltungen und Befürchtungen uns daran hindern, sich auch in der Rückschau auf einen Hilfeverlauf aktiv für die Perspektive von Eltern, Kinder und Jugendlichen zu interessieren und danach zu fragen, was für sie hilfreich war, was weniger und welche Rückmeldungen sie uns als Fachkräfte geben möchten?